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Lesen gegen das Vergessen

„Dort wo man Bücher verbrennt,
verbrennt man auch am Ende Menschen.“

Heinrich Heine

Lesen gegen das Vergessen
Veranstaltung zur Erinnerung an die Bücherverbrennung in Kassel
vor 89 Jahren am 19. Mai 1933 auf dem Friedrichsplatz

 

Es war am Abend des 19.Mai 1933, als SA- und SS-Kolonnen auf dem Kasseler Friedrichsplatz aufmarschierten, um unter dem Motto ‚Ungeist auf den Scheiterhaufen’ in aller Öffentlichkeit Bücher der vom NS-Regime verbotenen Autoren zu verbrennen. Bereits in den Tagen zuvor hatten Schüler und Studenten die als ‚undeutsch’ deklarierten Bücher aus den Kasseler Leihbüchereien und Buchhandlungen ausgesondert und zum Friedrichsplatz verbracht. Dort wurde vor einer großen Menschenmenge ein Scheiterhaufen aus den tausenden Bänden errichtet. 89 Jahre danach wollen wir gemeinsam mit der „Initiative Lesen gegen das Vergessen“ an diese schrecklichen Ereignisse erinnern, indem wir Texte der Autoren lesen, die von den Nationalsozialisten verfolgt, vertrieben oder getötet wurden. Auf diese Weise wollen wir ihnen eine Stimme geben.

In diesem Jahr gestaltet das Friedrichsgymnasium Kassel die Lesung gegen das Vergessen maßgeblich und aktiv mit. Marlen Rausch, Joanne Kalinowski, Paula Schulze und Leon Mader aus dem Q2-Deutschleistungskurs von Herrn Steinfadt lesen Texte von Stefan Zweig und Ricarda Huch.

Den musikalischen Rahmen setzt nach Einstudierung von Eduard Menzel ein Bläserquartett des Friedrichsgymnasiums, bestehend aus Marietta Geismann, Mari Harborth, Elija Krause und Pauline Patzelt.

Die Initiatoren wollen mit dieser Veranstaltung an Ereignisse und Personen erinnern, die damals getötet, verfolgt und vertrieben wurden.

Donnerstag, den 19. Mai 2022, Beginn 18:30 Uhr
im Offenen Kanal Kassel, Programmplatz 391 im Kabel
oder im Live-Stream unter: www.mok-kassel.de 

Es lädt ein: „Initiative Lesen gegen das Vergessen“
Kooperationspartner:  Deutsch-Israelische Gesellschaft  e.V., Förderverein der Gedenkstätte Breitenau e.V.