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Abitur: Prüfungsformen

Prüfungen im 4. und 5. Abiturprüfungsfach

Die mündlichen Prüfungen liegen meist im Monat Juni in ein bis zwei Prüfungswochen. Den mündlichen Prüfungen gehen die fachpraktischen Prüfungen in DS und Sport sowie die Präsentationsprüfungen voraus.

Durchführung der mündlichen Prüfungen

Vor Beginn der Prüfungen wird dem Prüfling eine Vorbereitungszeit von i.d.R. 30 Minuten gegeben. Der Prüfling darf in dieser Phase zur Vorbereitung der Prüfung Aufzeichnungen machen und zugelassene Hilfsmittel verwenden. Zur Darstellung von Inhalten oder zur Unterstützung des Vortrags können Folien oder Blätter beschriftet werden, die mittels OHP bzw. Dokumentenkamera projiziert werden. Am Ende der Vorbereitungszeit holt die Prüferin / der Prüfer den Prüfling aus dem Vorbereitungsraum ab und führt ihn in den Prüfungsraum.

Jeder Prüfung sitzt ein Fachausschuss vor, der sich aus dem Vorsitzenden (meist ein Mitglied der Schulleitung), dem Prüfer oder der Prüferin und einer Protokoll führenden Lehrkraft zusammensetzt. Neben der prüfenden Lehrkraft sind die beiden anderen Mitglieder des Ausschusses berechtigt, Zwischenfragen zu stellen. Eine mündliche Prüfung dauert i.d.R. 20 Minuten. Die Hälfte der Prüfungszeit steht dem Prüfling zur Verfügung, um in einem kurzen, möglichst frei gehaltenen Vortrag die Bearbeitungsergebnisse der Prüfungsaufgaben vorzustellen; die verbleibende Zeit wird über die Prüferin oder den Prüfer in einem Prüfungsgespräch gesteuert.

In Fächern mit einer hohen Zahl mündlicher Prüfungen können Prüfungsgruppen von i.d.R. drei Prüflingen gebildet werden. Die Prüflinge einer Gruppe erhalten dieselbe Aufgabenstellung. Aus diesem Grund muss der erste Prüfling einer Gruppe in den Vorbereitungsraum zurückkehren und dort unter Aufsicht bleiben, bis der letzte Prüfling der Gruppe zu seiner Prüfung abgeholt wird.

Präsentationsprüfung und besondere Lernleistung

Für die beiden Prüfungsformen Präsentationsprüfung und besondere Lernleistung haben wir ein umfassendes Dokument zusammengestellt, das den rechtlichen Rahmen, die Anforderungen und die Erwartungen detailliert beschreibt.

Präsentationsprüfung

Die Präsentationsprüfung ist ein mediengestützter Vortrag mit anschließendem Kolloquium. In den Vortrag können auch naturwissenschaftliche Experimente sowie musikalische oder künstlerische Darbietungen als mögliche Bestandteile eingebunden werden. Im Fach Sport (s.u.) teilt sich die Abiturprüfung in einen theoretischen und fachpraktischen Teil. Die Präsentationsprüfung erfüllt hierbei den theoretischen Teil und kann zur Veranschaulichung auch sportpraktische Anteile aufweisen. Im Fach Darstellendes Spiel sind künstlerische Darbietungen verpflichtend. In diesem Fall entfällt die fachpraktische Prüfung.

Als Themenstellung eignen sich auch fachübergreifende Fragen oder Aufgaben, wobei der Schwerpunkt in dem vom Prüfling gewählten Fach liegen muss. Die Aufgabenstellung wird von der Prüferin / dem Prüfer erstellt und dem Prüfling rechtzeitig übermittelt (s. Regelungen im aktuellen Aushang zu den Abitur-Terminen), sodass dem Prüfling für die Bearbeitung der Aufgabenstellung mindestens vier Schulwochen bleiben. Die Abgabe einer Dokumentation vor dem Prüfungstermin ist obligatorisch.

Die Prüfungsdauer beträgt 30 Minuten, wobei dem Prüfling die Hälfte der Zeit für die Präsentation zur Verfügung steht und die zweite Hälfte als Kolloquium durchgeführt wird. Die Bewertung der Prüfungsleistung erfolgt in ihrer Gesamtheit, also nicht aufgeteilt in einzelne Prüfungsteile. Die Dokumentation ist dabei nicht Gegenstand der Bewertung.

Besondere Lernleistung

Eine besondere Lernleistung (bLL) ist eine umfassende, nicht unbedingt fachlich klar definierte Arbeit, die auf verschiedene Weise erbracht werden kann: als umfassender Beitrag aus einem vom Land geförderten Wettbewerb, eine Jahresarbeit, die Ergebnisse eines umfassenden, auch fächerübergreifenden Projekts oder Praktikums in Bereichen, die schulischen Referenzfächern zugeordnet werden können. Wichtig zu beachten ist, dass die Leistung selbst oder wesentliche Bestandteile aus der eingereichten Arbeit noch nicht anderweitig angerechnet wurden.

Das Kolloquium dauert i.d.R. 20 Minuten, in dem der Prüfling die Ergebnisse der Arbeit darstellt, sie erläutert und auf Fragen antwortet. Die Bewertung der Prüfungsleistung setzt sich aus der der schriftlichen Ausarbeitung und der Leistung im Kolloquium zusammen, wobei kein fester Berechnungsschlüssel zugrunde liegt.

Der Antrag auf Durchführung einer besonderen Lernleistung muss schon zu Beginn des Kurshalbjahres Q3 verbindlich gestellt werden. Die Themenstellung kann auch vom Prüfling selbst kommen, muss aber vorher mit der späteren Prüferin / dem späteren Prüfer abgesprochen und von der Schulleitung genehmigt werden.

Besonderheiten bei der bLL sind:

  • Eine bLL im Fach Sport ist auch möglich, wenn man das Fach nur zweistündig belegt.
  • In Sport und Darstellendem Spiel entfällt die fachpraktische Prüfung.
  • Eine bLL ist auch in einem Leistungskursfach möglich. Dabei ist zu beachten, dass dennoch alle fünf Prüfungsfächer die drei Aufgabenfelder abdecken.

Ergebnis der Prüfung

Nach der Prüfungszeit berät der Fachausschuss über die Prüfungsleistung und hält sie im Prüfungsprotokoll fest. Dem Prüfling wird das Ergebnis im Anschluss, i.d.R. nach einem Prüfungsblock mitgeteilt.

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