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Abendliche Exkursion zu den Fledermäusen

Unter Leitung des Biologen Dr. Jochen Wulfhorst/Universität Kassel hat der Biologie LK Jahrgang Q3 sich am Mittwoch auf eine abendliche Exkursion in den Park Schönfeld begeben, um dort mit Hilfe von Fledermaus-Detektoren Zwerg- und Wasser-Fledermäuse sowie Abendsegler auszuspüren; diese Fledertiere gehen dort auch noch im Spätsommer ihren Jagdaktivitäten auf Insekten nach, die sie mittels ihres „eingebauten Ultraschallsystems“ bei Dunkelheit aufspüren können; hierdurch verschafft sich diese seltene Tiergruppe  ihre eigene „ökologische Nische“ und ist in der Lage, in einer Nacht ca. ein Drittel ihres Körpergewichtes an Nahrung zu erjagen. Da dem Menschen die Fähigkeit des Hörens dieser hohen Schallwellen nicht gegeben ist, muss er auf technische Hilfsmittel zurückgreifen und verwendet Transformatoren zur „Sichtbarmachung“ der Schallwellen; diese Geräte produzieren dann faszinierende Laute, welche je nach Fledermaus-Art z.B. nach „rollenden Murmeln“ oder „galoppierenden Pferden“ klingen!

Wir haben diese interessanten  und in unseren Gefilden einzigen fliegenden Säugetiere kurz vor dem Einzug in ihre Winterquartiere in umliegende Baumhöhlen und Rindenspalten erwischt, in die sie sich bis April zu ihrem Winterschlaf zurückziehen.

Alles 32 einheimischen Fledermaus-Arten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, da ihre Lebensräume (alte Wälder und im städtischen Raum Parks mit Baumhöhlen) immer seltener werden und außerdem die Zahl fliegender Insekten, welche ihre Nahrungsgrundlage darstellen, aufgrund von Pestizideinsatz stark rückläufig ist.

PAU