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Zwischen „Kleinwesen“ und dem Schimpfworttrichter – Besuch der Klassen 5 in der GRIMMWELT

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„Was ist das für eine Schere?“, fragt ein Schüler vor der Vitrine im Ausstellungbereich zu den sprachwissenschaftlichen Forschungen der Brüder Grimm. Die Antwort: Jacob Grimm hat mit dieser Schere seine unzähligen Zettel ausgeschnitten, auf denen er die Informationen zu einzelnen Wörtern und ihrer Herkunft festhielt – Vorarbeiten für das großangelegte „Deutsche Wörterbuch“ der Brüder Grimm. Außerdem benutzte er sie für kleine kunstvolle Scherenschnitte, Märchen- oder Tierfiguren, die er dann den Kindern in seinem Umfeld schenkte.

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Dass die beiden Brüder und ehemaligen Friedrichsgymnasiasten Jacob und Wilhelm Grimm nicht nur Märchen gesammelt haben, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b bei ihrem Besuch der benachbarten GRIMMWELT am letzten Freitag. Anlass war ein Projekttag zu den Grimmschen Märchen, der von den Deutsch- und Kunstlehrern der Klassen organisiert worden war. Der Gang durch die Dornenhecke, die Begegnung mit fabelhaften „Kleinwesen“ aus der Erzählbombe, die Gelegenheit, Schimpförter in einen Riesentrichter hineinzurufen (und eins zurückzubekommen), Informationen rund um das Leben und Wirken der berühmten Brüder: Mit vielfältigen Eindrücken kehrten unsere Schülerinnen und Schüler zurück in die Schule, um das Gesehene künstlerisch zu verarbeiten. Sie gestalteten Märchenfiguren aus Handpuppen, die sie aus alten Socken herstellten. Mithilfe selbstgeschriebener Märchen sollen diese später zum Leben erweckt werden und man darf auf die Ergebnisse gespannt sein.

Schon im Jahr zuvor hatten sich die Klassen 5 intensiv mit dem Märchenthema befasst. Unter der Leitfrage „Bist du schon einmal vom Weg abgekommen?“ verfassten sie eigene Beiträge zu dem Märchen vom Rotkäppchen, die nun in der Dauerausstellung der GRIMMWELT im Themenbereich „Rotkappe“ präsentiert werden.

STU