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Zurück in die Vergangenheit … Exkursion des Geschichtsleistungskurses nach Fritzlar

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Vom Startpunkt des Kasseler Rathauses im Hier und Jetzt unternahm der Geschichtsvorleistungskurs der E2 unter Leitung von Herrn Mallm eine Zeitreise ins nordhessische Fritzlar. Dort trafen wir auf unsere Stadtführerin Frau Ostheim, welche mithilfe von Informations- und Fragebögen das mittelalterliche Fritzlar in Kleingruppen erkunden ließ. Wir befassten uns mit ausgewählten, zum Teil sehr alten Gebäuden, die das Mittelalter kurzfristig wieder zum Leben erweckten und unsere Kenntnisse an praktischen Beispielen vertiefen halfen. Nachdem wir uns über die uns zugeteilten Gebäude informiert hatten, teilten wir unser Wissen mit dem restlichen Kurs, indem wir es präsentierten. Die Themen waren die verschiedenen architektonischen Baukünste, die Entstehungsgeschichte der Gebäude und deren gesellschaftlicher Nutzen. Im Fritzlarer Dom beispielsweise konnte man sehr gut romanische und gotische Züge in der Baukunst feststellen, da dieser in verschiedenen Epochen weitergebaut wurde. Man sah außerdem bei der näheren Betrachtung der Gebäude große Abgrenzungsbemühungen innerhalb der drei Stände (Klerus, Adel, Bürgertum). Während die Häuser des Klerus und des Adels größtenteils aus Stein bestanden, weil dies ein Zeichen für Wohlstand war, konnte sich der Großteil des einfachen Volkes nur aus Holz errichtete Fachwerkhäuser leisten. Zusätzlich waren der Adel und der Klerus im Zentrum der Stadt zu Hause und der Rest des Volkes verteilte sich am Rande der Stadt, wo wir auch das Haus des Henkers vorfanden, der zu den unehrlichen Berufen zählte, und uns buchstäblich an den Pranger stellen ließ. Hiernach bekamen wir als prunkvolles Ende bei einem Italiener, der in einem altertümlichen Keller hauste, wortwörtlich unsere Henkersmahlzeit, ehe wir mit vielen mittelalterlichen Impressionen unsere Heimreise nach Kassel antraten.

Michel Schmidt/René Mallm