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Vorfreude auf Weihnachten: Konzert des Friedrichsgymnasiums

Kassel. 500 jubelnde Besucher beim Schlussapplaus. Strahlende Solisten mit Blumensträußen in den Armen und gut 100 Sänger und Instrumentalisten auf der Bühne – Bilder wie bei einer Opernpremiere im Staatstheater.

Foto: Malmus

Foto: Malmus

Das Kasseler Friedrichsgymnasium hatte am Mittwoch zum Weihnachtskonzert geladen. Festlich, stimmungsvoll, herzlich ging es zu. Zur Eröffnung stürmte eine muntere Schar aus gefühlt Zehn- bis Zwölfjährigen die Bühne – das Vororchester. Geboten wurden drei Miniaturen. Beim Klangbild hörte man zwar noch einige kleine Individualisten aus der Menge heraus, aber Künstlern dieses Alters hört man mit dem Herzen zu und dafür gab’s den ersten Applaus des Abends.

Es folgte die Flöten-AG, im Schnitt einen halben Kopf größer und längst nicht nur mit kleinen Blockflöten am Werk. Für das harmonische Klangbild gab es Beifall, etwa beim alten Volkslied „Ach bittrer Winter“.

Dann das Mittelstufenorchester: Die knapp 40 jungen Instrumentalisten in festlicher Abendgarderobe sorgten für den ersten musikalischen Höhepunkt: „Ungarischer Marsch“ von Hector Berlioz. Mit dem Hauptorchester bekam das Konzert vollends professionelle Konturen. Aber auch modischen Chic – besonders aus der Sicht der jungen Damen, die sich auf Stöckelabsätzen zur Bühne klackerten. Die Orchesterleistung bei Vivaldis Concerto für Blockflöte und Streichorchester RV 443, wie auch die der Solisten Paula Kaiser und Nadine Hansmann (Flöte) sowie Finn MacCormac (Klarinette) begeisterten das Publikum.

Lob verdienen auch die musikalischen Leiter Eduard Menzel und Martin Kratzenberg wie auch Patrick Krämer (Dirigat). Viel Beifall erspielte sich auch die Schulband, die mit verzerrten E-Gitarren, Bass, Keyboard und Schlagzeug unter anderem den U2-Hit „With or without you“ brachte.

Zum Abschluss ein leuchtendes „Halleluja“ aus Händels „Messias“, für das sich alle Musiker auf der Bühne versammelten, ein gemeinsam mit dem Publikum gesungenes „O du fröhliche“ – und strahlende Gesichter, wohin man schaute.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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