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Studientag der Griechisch-Leistungskurse (E2/Q2) in Göttingen

Eine Abwechslung zum Schulalltag bot für 23 wackere „Griechinnen“ und „Griechen“ die Fahrt am 11. Mai zu einem Studientag an der Universität Göttingen. Der willkommenste Teil der Abwechslung war gewiss, dass der Uni-Alltag später beginnt als der Schulalltag, so dass die Gruppe in spätmorgendlicher Frische zunächst der Griechischvorlesung des Sommersemesters von Prof. Dr. Nesselrath lauschen durfte. Inhalt war hier die Alexandrinische Philologie. Dieses an sich auf den ersten Blick nicht gerade aufregendste Thema gewinnt seinen Reiz daraus, dass die allesamt liebenswürdigen Vertreter der hellenistischen Philologie immer meist zugleich auch Dichter waren, so dass die Gruppe einige Kostproben gewitzter Verskunst erleben und so manche Anekdote hören konnte. Im Anschluss stand eine Einführung in die Gipsabgusssammlung der Klassischen Archäologie durch deren Kustos Herrn Dr. Graepler auf dem Programm. Hier konnte man ein Konzentrat der Kunst des antiken Griechenlands in Gips bewundern und unter Anderem erfahren, warum so manche archaische Statue angekettet wurde. Nach einer kurzen Mittagspause hatten die FG-Schüler noch Zeit, sich im eigentlichen Biotop der griechischen Philologie, der Bibliothek (des Seminars der Klassischen Philologie) nämlich, umzutun und allerhand Standardwerke und Kuriositäten der Sammlung in die eigenen Hände zu nehmen. Aus dem Stöbern dort konnte bald eine Schatzsuche werden, wenn man zufällig einen der z.T. über 200 Jahre alten Bände in einer der ältesten Bibliotheken der Göttinger Uni in den Regalen fand.
Pünktlich mit dem einsetzenden Regen fuhr die Gruppe am späten Nachmittag erschöpft, aber heiter (und die anderen Bahnreisenden gut unterhaltend) zurück nach Kassel.

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