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Rückblick auf die Europa-Ausstellung

Anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge präsentierte das FG die Ausstellung „Konrad Adenauer und die Europäische Integration“. Auf neun Schautafeln konnte man sich über die Geschichte des europäischen Einigungsprozesses vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zum Vertrag von Lissabon informieren. Ergänzt wurde die Ausstellung durch eine Schautafel mit Karikaturen zum Europamythos, zusammengestellt vom LK Latein der E2 von Frau Hintz.
Die Ausstellungseröffnung fand am Montag, den 19.03. mit einem grandiosen Festakt statt: Gleich zu Beginn vermittelte die Europa-Hymne, Schillers Ode an die Freude, ergreifend gespielt vom Bläserensemble des FG eine festlich-erhabene Atmosphäre. Nach einem Grußwort von Herrn Neumann lasen Leonard Maurer (Q2) und Matthias Ehmer (Q2) den Europa-Mythos nach der Überlieferung des Dichters Ovid vor. Dabei rezitierte letzterer Jupiter gekonnt in lateinischer Sprache und epischer Metrik. Ausgehend von Herodots kritischer Stellungnahme zum Mythos trugen Anna Benner (Q2) sowie Jan Werner, Nico Rohrer, Nikolai Kühner, Tino Imsirovic, Florian Siegel, Jakob Reich, Sebastian Kimm-Friedenberg und Jonas Craney aus dem LK Geschichte der E2 von Herrn Neumann historische Schlüsseltexte zur Entwicklung der Idee eines geeinten Europas wie das Europäische Manifest von 1924, die Zürcher Rede von Winston Churchill 1946 oder verschiedene Dankesreden anlässlich der Verleihung des Karlspreises vor, die sie zum Teil selbst recherchiert hatten, und gaben dem andächtig lauschenden Publikum einen Überblick von der Entwicklung der Europa-Idee von der Renaissance bis in die Gegenwart. Abwechselnd mit diesem geistesgeschichtlichen Überblick gaben Nella-Larissa Witsch, Sophia Osterberg, Zoe Altmann, Shirin Graf, Grete Möller und Clara Höhre aus dem LK Kunst der E2 von Frau Skerra anhand von verschiedenen an die Wand projizierten Darstellungen zum Mythos vom „Raub der Europa“ durch den in einen Stier verwandelten Jupiter mit Gemälden von Tischbein, Beckmann, Picasso u. a. einen anschaulichen Überblick über die Kunstgeschichte von der Romantik bis zum Surrealismus.
Auditiv wurde das Programm aufgelockert durch erstklassige, virtuos vorgetragene, musikalische Beiträge von Philipp Baader und Seraphim Schirrmacher mit einem Trompetenkonzert von Haydn, von Susanne Lück mit einer Solo Partita von Bach, von Julia Betzl und Johanna Ewald mit einem Concerto von Vivaldi und von Theo Urvalov mit zwei Études-Tableaux von Rachmaninow und einem Chant élégiaque von Tschaikowski.
Durch die sich stets miteinander abwechselnden musikalischen Beiträge, Bildbetrachtungen und Lesungen ergab sich ein vielfältiges Mosaik mit Beiträgen von Künstlern und Politikern ganz unterschiedlicher nationaler Herkunft, das den paneuropäischen und völkerverbindenden Aspekt der Kultur eindrucksvoll erfahrbar machte.
Im Anschluss hatte das begeisterte, aus Lehrern, Schülern, Eltern und Ehemaligen bunt zusammengesetzte Publikum Zeit für ein erfrischendes Getränk an der Bar, für die Betrachtung der Schautafeln und für Gespräche untereinander, die sich noch lange hinzogen und zu einem unterhaltsamen Ausklang des Abends führten.

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