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Römertag 2.0 für die 9. Klassen

Da am Friedrichsgymnasium alle Kinder Latein lernen, ist es besonders gewinnbringend, wenn Schülerinnen und Schüler einen Einblick in Kultur und Lebenswelt der Antike erhalten können, da so eine Welt greifbar wird, von der man sonst nur liest. Aus diesem Grund gibt es im Laufe eines Schülerlebens am FG zwei Projekttage, sogenannte „Römertage“ zum Thema. Am Ende von Jahrgang 5 stehen da vor allem die lebensweltlichen Themen wie Kleidung und Essen im Vordergrund, die es selbst erleben gilt. 

Seit zwei Jahren gibt es auch einen zusammen mit der MHK entwickelten ganztägigen Projekttag in der Antikensammlung im Schloss Wilhelmshöhe, der inhaltlich anspruchsvollere Themen für alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 bietet und die Erfahrung mit den originalen Schätzen der Sammlung möglich macht. Im Mittelpunkt stand dabei dieses Mal neben vielen anderen Themen die Rezeptionsgeschichte, die auch gerade im Zusammenhang mit dem Schulgründer sehr interessant ist. Die Mythen von Herkules und Apoll und die Geschichte ihres Wegs nach Kassel bieten einen spannenden Anlass zur Deutung der Beschäftigung mit der Antike im 17. und 18. Jahrhundert. Aber auch die gemalten Mythen in der Gemäldegalerie kamen nicht zu kurz und konnten den Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven auf den Unterrichtsstoff um die Mythologie und Geschichte der Antike bieten. Hervorzuheben ist auch Übersetzung einer Grabinschrift, deren Geheimnisse in Kleingruppen von den Schülerinnen und Schülern, die in Jahrgang 9 schon mit Originallektüre beschäftigt sind, schnell entschlüsselt werden konnten und zur verblüffenden Einsicht geführt hat, dass nicht jeder in der Antike sein Latein gut beherrschte, da die Inschrift auch etliche Fehler enthält. 

So wurde auch in diesem Jahr der Projekt von den Schülerinnen und Schülern gewinnbringend genutzt und bereicherte den Unterricht in den Fächern Latein und Geschichte außerordentlich. 

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