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Französisch

Französisch wird nach Klasse 7 als Wahlpflichtfach angeboten.

In den Klassen 8 und 9 werden in einem Unterricht von jeweils vier Wochenstunden die erforderlichen Voraussetzungen zum Durchlaufen von Grund- und Leistungskursen in der Oberstufe geschaffen und zugleich eine ausbaufähige, solide Grundlage für eine spätere Verwendung gelegt. Daher werden die wesentlichen Grundstrukturen der Sprache erarbeitet und ein Wortschatz von ca. 2000 Wörtern erworben. Nach Ablauf dieses „Intensivkurses“ kann der Schüler in angemessener Form verstehen, sprechen, lesen, schreiben, kurz: Mitteilungsarten des alltäglichen Gebrauchs wahrnehmen und anwenden.

Außerdem hat er durch das Lehrbuch über verschiedene Bereiche aus der Landeskunde Kenntnisse erworben.

Die Einführungsphase (E1 und E 2) leistet zunächst ein Zusammenführen des Niveaus der früheren Teilgruppen (Wiederholung und Kompensation). Sie leitet allmählich zur Lektüre leichter, im Schwierigkeitsgrad anspruchsvoller aber ansteigender authentischer Texte über, wobei auch Lesebücher oder Zeitschriften eingesetzt werden können. Die mündlichen und schriftlichen Übungen beziehen sich im weiteren Verlauf auf kompliziertere sprachliche Strukturen und einen immer breiter werdenden Aufbauwortschatz. Dadurch ist es möglich, im Rahmen der fremden Sprache verschiedene formale Möglichkeiten kennenzulernen oder zu benutzen: Interpretationen, Argumentationen, Wertungen, Sachtext-Analysen, Aufsätze, Interviews, Briefe usw.

Grundkurse unterscheiden sich von Leistungskursen durch geringeren Umfang und Schwierigkeitsgrad der verwendeten Materialien, durch ein höheres Maß der Lenkung bei Aufgabenstellungen und einen höheren Anteil bloßen Textverständnisses.

Die Qualifikationsphase (Q1 bis Q 4) setzen die frühere Arbeit auf anspruchsvollerer Ebene fort, indem sie den Schüler gemäß den Bestimmungen sowohl mit Sachtexten wie mit literarischen Texten konfrontieren (z.B. mit Zeitungs-Artikeln, Berichten, Statistiken oder mit Kurzgeschichten, Dramen, Romanauszügen, Lyrik).

Dabei werden bestimmte thematische Kreise angeschnitten: Die Perspektive erweitert sich, ausgehend von Fragen aus dem Erfahrungsbereich der jungen Generation, über gesellschaftliche Probleme bis zur ‚Entdeckung‘ Frankreichs und französisch sprechender Gebiete mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Es bieten sich Themen an wie ‚Gegensätze Paris-Provinz‘, ‚Frankreich und seine Nachbarn‘, ‚Jugend in der Satellitenstadt‘ oder ‚Literatur unter deutscher Besatzung‘, ‚Absurdes Theater‘ u.a..

Namen bekannter Autoren werden dem Schüler begegnen: Molière, Voltaire, Maupassant, Sartre, Camus, Anouilh u.a.. Auf einem geistesgeschichtlichen Hintergrund wird zugleich ein Bild des heutigen Frankreich erwachsen.

Die Fertigkeit im Umgang mit der Sprache hat inzwischen einen solchen Stand erreicht, daß man diese Qualifikation nun in der Abiturprüfung beweisen kann, die sich für den Leistungskurs obligatorisch und schriftlich vollzieht, für den Grundkurs aber (je nach Fachkombination und nur auf Wunsch) mündlich oder schriftlich.