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Russisch

Учимс русский язык – Wir lernen Russisch – Warum?

Russisches Alphabet Tanja Miller 7c (2012/13)
Unserem Friedrichsgymnasium steht seit dem vergangenen Schuljahr Herr Dr. Kulykov, ein  Muttersprachler-Lehrer, für zwei Russisch-AG zur Verfügung. Die beiden AG wendet sich an zwei verschiedene Zielgruppen, an neu einsteigende Nicht-Muttersprachler (gesponsert von der Wintershall AG) und an Muttersprachler, die die russische Sprache auch lesen und schreiben lernen wollen. Die beiden Russisch-AG finden wöchentlich statt und sind für alle interessierten Jahrgänge geöffnet.

Das von der Wintershall AG gesponserte und von den Teilnehmern begeistert aufgenommene Schüleraustausch-Projekt zwischen dem FG und einer Schule in Nowy Urengoi bietet die rechte Plattform für die Anwendung der erlernten Sprach- und Kulturkenntnisse. Erstmals wird nämlich den Schülerinnen und Schülern aus Kassel die Möglichkeit eröffnet, sich einen völlig neuen Kultur- und Wirtschaftsraum auf Augenhöhe – im lebendigen Austausch mit russischen Altersgenossen – zu erschließen. Als eine die Kommunikation bereichernde und auch notwendige Vorbereitung für die im jährlichen Turnus wechselnde Sibirien-Fahrt mit dem Gegenbesuch der russischen Jugendlichen am FG sollen die Arbeitsgemeinschaften Russisch Alltagsgespräche mit potenziellen zukünftigen Teilnehmern der AG Sibirien trainieren. Mitunter werden in der AG auch russische Lieder gesungen (Photo: Ulrike Wennde).

Die AG-Teilnehmer engagieren sich außerdem für den deutschlandweiten Russisch-Sprachwettbewerb „Russischcup – Russisch spielend lernen“. Zuerst findet eine Schulrunde statt, danach wird das beste Team zur hessischen Regionalrunde delegiert. Im Russisch-Cup „Russisch spielend lernen“, der 2012 von der Wintershall AG ausgerichtet und gesponsert worden ist, errangen Moritz Wennde (7c) und Theodor Urvalov (Q1) den zweiten Platz (Photo: Wintershall / Bernd Schoelzchen).

Russisch ist den Zahlen nach eine Weltsprache, und es gibt nach Erhebungen von 1999 etwa 160 Millionen Muttersprachler weltweit, außerdem zählt man etwa 275 Millionen Sprachkundige. Der Wohlklang der russischen Sprache, der musikalische Klangleib des einzelnen Wortes, rückt das Russisch in die Nähe des Italienischen. Russisch bewahrt das reiche Flektionssystem der ältesten indoeuropäischen Sprachen, wie auch das Latein und das Griechische, von dem es nicht nur das Alphabet übernommen hat, wenn wir ebenso die reiche Tradition des orthodoxen Christentums ins Auge fassen. Michail Wassiljewitsch Lomonossow, der Sohn eines Fischers und der sog. „Leonardi da Vinci“ des 18. Jh., ein russischer Universalgelehrter, der seine grundlegende Bildung an der Universität in Marburg – vor allem bei dem zwischen Leibniz und Kant stehenden Philosophen Christian Wolff – in der Philosophie, Mathematik, Chemie und Physik erworben hatte, erließ eine Studienordnung für die 1725 gegründete Moskauer Universität, nach der an den maßgeblichen Fakultäten in lateinischer und in russischer Sprache gelehrt wurde. Von Lomonossow, der zeit seines Lebens für die Pflege und Entwicklung der russischen Sprache als Wissenschaftler und als Dichter eintrat, ist folgender Ausspruch überliefert:

„Karl V., der römische Imperator, sagte einst: ‘Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch mit Frauen, Französisch mit Männern und Deutsch mit meinem Pferd.‘  Wäre er aber in der russischen Sprache bewandert, so fände er darin die Pracht des Spanischen, die  Lebhaftigkeit des Französischen, die Stärke des Deutschen, die Zartheit des Italienischen und darüber hinaus den Reichtum und die bildhafte Kürze des Griechischen und des Latein.“

Mit freundlicher Unterstützung der Wintershall Holding GmbH