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Lebendige Römer im Wald? Ita est! – 6c und 6d bei der Limeswanderung zur Saalburg

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Manch’ Wanderer, der die Ruhe des Waldes suchte, staunte am 20.6. nicht schlecht, als ihm plötzlich eine große Zahl sehr lebendiger Römer begegnete. Über 200 Lateinschüler nämlich bildeten Kohorten und marschierten in unwirtlicher germanischer Gegend der römischen Zivilisation in Form des Römerkastells Saalburg entgegen.

Diese Limeswanderung ist mittlerweile eine kleine Tradition. Perfekt organisiert und veranstaltet wird sie von der Lateinlehrerin Margareta Kohl von der Albertus-Magnus-Schule in Viernheim. Das FG nahm nach 2014 zum zweiten Mal an dieser Veranstaltung mit über 200 anderen Lateinschülern verschiedener hessischer Gymnasien teil.

Als sich der Bus am 20.6. um 7.00 Uhr in Bewegung setzte, sah es allerdings noch nicht so aus, als könnten die 50 Schüler der Klassen 6c und 6d in Begleitung ihrer Lateinlehrer (Herr Sauer und Herr Dieß) wirklich drei Stunden später die 7km lange Wanderung durch den Wald zur Saalburg durchhalten.

Aber die Götter (oder waren es die Gummibärchen?) vertrieben bald die Müdigkeit und hauchten ihnen Tatkraft ein, so dass die beiden Klassen sich auf das Abenteuer einlassen konnten. Ein Abenteuer wurde die Wanderung durch die „Germanenüberfälle“: Entlang der Wegstrecke mussten die Kohorten sich nämlich der überraschenden Angriffe von Oberstufen-Germanen aus Viernheim erwehren. Diese grimmigen und mit Wasserpistolen bewaffneten Gesellen hatten es auf die beiden eigens dafür angefertigten kunstvollen Legionsadler der Klassen abgesehen. Auch wenn unsere FG-Legionäre sich gut geschlagen haben und sich mit Mut, Klugheit und zugegeben etwas unorthodoxen, natürlich völlig gewaltfreien Methoden verteidigten, kam es zu Kollateralschäden, so dass die beiden Adler leider nicht mehr pünktlich zum geplanten Wettbewerb vorgestellt werden konnten.

Darüber konnten aber die Mittagspause in der Taberna mit lukanischer Wurst, Pommes und Kinderschnitzel (!) und die kurzweilige anschließende Führung durch das wiedererrichtete Römerkastell hinwegtrösten.

Auf der Rückfahrt in das dunkelste Barbaricum konnten die erschöpften Krieger vom rauen Soldatenleben in germanischen Wäldern und den eigenen Heldentaten träumen.

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