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Kreißen? Kreischen? Oder Kreissen?

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Die Antwort auf diese Frage erhielten wir, als wir am Mittwoch, dem 25. Juni, den Kreißsaal des Klinikums Kassel besuchten. Nach einer kurzen Ansprache unserer freundlichen Begleiterin, Frau Herber-Löffler, im Wartebereich des Krankenhauses, gingen wir – als „leiseste Klasse der Welt“ – in den besagten Kreißsaal. Im ersten Moment waren wir überrascht, da der Raum eher einem bunten Babyspielplatz als einer medizinischen Einrichtung glich.

Zunächst einmal klärte uns unsere Begleiterin aber über den merkwürdigen Namen auf: Der Begriff „Kreißsaal“ leitet sich vom altdeutschen Verb kreißen, Bedeutung kreischen oder stöhnen bei den Wehen, ab. Anschließend erzählte uns Frau Herber-Löffler etwas über die verschiedenen Geburtsarten. Als erstes sprachen wir über die gewöhnliche Beckengeburt, die idealerweise im Hocken stattfinden sollte, allerdings meistens im Liegen vollzogen wird. 

Dann war die Wassergeburt an der Reihe, die – logischerweise – in der quietschgelben Badewanne in der Mitte des Zimmers stattfindet, die ich mir vorher bereits fälschlicherweise als Whirlpool notiert hatte. Die Wassergeburt hat den Vorteil, dass vielen Menschen Schmerzen im Wasser geringer erscheinen als „an Land“. 

Schlusslicht bei den verschiedenen Geburtsformen war die Geburt per Kaiserschnitt, über die wir uns ebenfalls lange unterhielten. Außerdem wurden wir noch über das hochmoderne CTG-Gerät informiert, mit der die Hebamme die Herztöne aller kurz vor der Geburt stehenden Babys in sämtlichen Kreißsälen ablesen kann.

Am Ende unseres Aufenthalts im eigentlichen Kreißsaal wurden wir noch mit dem traurigen Thema Totgeburten konfrontiert und redeten noch über die interessante Entwicklung der Kreißsäle im Laufe der Zeit. 

Zum Schluss erlebten wir alle eine herbe Enttäuschung, als uns mitgeteilt wurde, dass wir die Station der Neugeborenen NICHT besuchen würden, ich konnte jedoch die Argumentation der Eltern verstehen, ihren noch fragilen Nachwuchs unserer lauten Truppe vorzustellen. Als Trost besuchten wir stattdessen die Zimmer und die Aufenthaltsräume der jungen Eltern und uns wurden ein paar Mitglieder des Geburtsteams vorgestellt. 

Unser Fazit fiel auf jeden Fall positiv aus, da der Besuch sehr informativ und interessant war und wir obendrauf noch zweieinhalb Schulstunden verpassen „durften“. Lächelndes Gesicht (schwarz und weiß)

Autor J. D.

Klasse 6b (Hr. Weber)