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Keine Angst vor Zwölftonmusik – FG-Beteiligung bei den 12. Nordhessischen Kindermusiktagen

Was liegt näher als bei den 12. Nordhessischen Kindermusiktagen der 12-Ton-Musik ein besonderes Gewicht zu geben. Und so wurde ein Kompositionswettbewerb ausgeschrieben, in dem zwölftönige Musik kreiert werden sollte, die geeignet ist, bei künftigen Kindermusiktagen Grundlage einer musikalischen Aufführung mit einer Grundschulklasse zu sein.

Der Musik-Grundkurs unseres Abiturjahrgangs wagte sich unter Anleitung von Herrn Menzel im Dezember letzten Jahres an diese Aufgabe heran. Nachdem das Märchenthema „Dornröschen“ recht schnell gefunden war, mussten sich die vier beteiligten Schüler Christoph Behr, Christoph Sandrock, Wiebke Schreiber und Jonas Thelemann nun einzelne charakteristische Abschnitte des Märchens suchen, die man gut vertonen kann und die von Grundschülern problemlos in einem szenischen Spiel aufgeführt werden können. Die Auswahl fiel auf den „bösen Fluch“ der 13. Fee, den „Stich“ mit der Nadel, den „Kuss“ des Prinzen und schließlich auf das Freudenfest zum Schluss des Märchens.

Bis Mitte Januar entstanden in den Unterrichtsstunden und auch während der Weihnachtsferien vier zwölftonige Musikabschnitte, die mit Bemerkungen zum szenischen Inhalt und zu Umsetzungsmöglichkeiten der Grundschüler versehen pünktlich zum Einsendeschluss eingereicht wurden.

Ende Februar wurde die Gruppe zur feierlichen Preisverleihung im Rahmen der Nordhessischen Kindermusiktage 2016 eingeladen, so dass die Hoffnung auf einen Preis aufkeimte, die sich letztlich durch die Zuerkennung des 2. Preises erfüllte.

Die Uraufführung der vier Stücke durch das Voglerquartett, ein öffentliches Interview mit Herrn Fritsch von der Kulturredaktion der HNA über Entstehung und Arbeit des Projektes und natürlich die Freude über die gelungene Teilnahme am Wettbewerb werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Und, wer weiß, vielleicht wird „Dornröschen“ ja tatsächlich im nächsten Jahr in Zusammenarbeit mit einer Grundschulklasse und dem Voglerquartett zur Bühnenpremiere kommen.

Wir hoffen das Beste und gratulieren den vier Preisträgern nochmals sehr herzlich!

MEZ

Die um 1920 entstandene Zwölftonmusik gilt vielfach noch heute als Inbegriff öder Gedankenarbeit, wenn nicht gar wüster Kakofonie. Dass dieses Vorurteil grundfalsch ist, bewies der Auftakt der 12. Nordhessischen Kindermusiktage, die unter dem Motto „12 Jahre – 12 Töne“ stehen. In der Musikakademie erlebten knapp 50 Besucher, wie die Zwölftontechnik junge Kreative beflügeln kann. Zu hören waren die preisgekrönten Werke des ersten Kompositionswettbewerbes im Rahmen der Kindermusiktage – meisterhaft zur Uraufführung gebracht vom renommierten Berliner Vogler Quartett. Die Aufgabe für die jungen Wettbewerbsteilnehmer war anspruchsvoll. Es galt, auf Zwölftonreihen basierende Streichquartett-Sätze zu komponieren. Tim Vogler (Vogler Quartett), Dr. Albert Kaul (Musikakademie), Volker Schindel (Uni), Karl Gabriel von Karais (Konzertverein) und der Gitarrist Wolfgang Lendle hatten als Jury die eingesandten Arbeiten bewertet. Märchenhaft ging es zu bei den mit dem zweiten Preis ausgezeichneten „Dornröschen“- Stücken von Christoph Behr, Christoph Sandrock, Wiebke Schreiber und Jonas Thelemann vom Musikgrundkurs der Q3/4 des Friedrichsgymnasiums. Im Gespräch mit HNA-Kulturchef Werner Fritsch, der als Moderator durch den Abend führte, brachte Lehrer Eduard Menzel die Erfahrungen auf den Punkt: „Zwölftonmusik muss gar nicht schrecklich sein.“

Quelle: HNA vom 10.03.2016, Autor: Georg Pepl

 

kindermusik
Künftig werden die Schüler der Klasse 2 b der Baunataler Langenbergschule den Herkules im Bergpark mit anderen Augen betrachten. Denn sie wissen nun, welche zwölf Heldentaten der Kasseler Heroe nach der Mythologie vollbringen musste, um in den Olymp aufgenommen zu werden. Beim Schülerkonzert der 12. Nordhessischen Kindermusiktage am Donnerstag in der EAM-Halle führten sie in einem Theaterstück, toll kostümiert und zu den Worten ihrer Lehrerin Sabine Hainer-Rohrbach, einige der Herkulestaten wie den Sieg über die vielköpfige Hydra vor. Eine Bühnenmusik, so wie sie vom phänomenalen Vogler- Quartett live gespielt wurde, würde sich manche Profi-Theatertruppe sehnlichst wünschen. Das ist das Konzept des von der Schauenburger Ärztin Dr. Tamara Lehmann mit großem Engagement auf die Beine gestellten Festivals: Nur das Beste für die Schüler! Durch gemeinsame Arbeit mit Spitzenmusikern sollen sie erfahren, was klassische Musik ausmacht. Konzipiert hatte das heftig beklatschte Stück die Klasse 8 c des Friedrichsgymnasiums mit ihrem Lehrer Daniel Schäfer. Auch die Streichquartett-Sätze von Schumann, Mendelssohn, Bartók und anderen hatten die Schüler ausgesucht. Gemäß dem bewährten Konzept der Kindermusiktage: Ältere Schüler entwickeln Projekte, die dann von Grundschülern realisiert werden.

Quelle: HNA vom 12.03.2016, Autor: Werner Fritsch, Foto: Fischer