Telefon: 0561 - 77 20 31

„Ich bin gut – wir sind besser“: FG-Projektwoche entwickelt Visionen für Kassel 2020

Träum deine Stadt
„Kassel 2020 – träum deine Stadt“, so das Motto eines großen Schülerwettbewerbs, den die Stadt Kassel anlässlich ihres Stadtjubiläums veranstaltet. Das FG beteiligte sich an dieser Zukunftswerkstatt und nutzte die diesjährige Projektwoche vom 4.-10. Oktober 2013 dafür. Wie aber kann man sich dieses „Träum deine Stadt“ vorstellen? Was passiert in einer Schule, die sich ihr Kassel 2020 erträumt?

Eins liegt nahe: Die Träume richten sich auf ganz unterschiedliche Bereiche des Lebens in Kassel. Deshalb durften die Schüler/innen sich vor Beginn der Woche in ein Projekt einwählen – von „Trendsport“ über „Fühl deine Stadt“ bis hin zu „Kassel aus der Ameisenperspektive“. Methodisch orientierte sich die Projektwoche an den drei Schritten der „Zukunftswerkstatt“: Kritik – Phantasie und Utopie – Realisierung.

Die Gruppen starteten mit einem unzensierten Austausch über das, was ihnen in ihrer Stadt gefällt, und vor allem: was sie stört oder was ihnen fehlt. Anschließend wurde phantasiert – was wäre, wenn? Wie wünsche ich mir den Lebensraum Kassel, wenn ich einfach mal träumen darf? Im dritten Schritt richtete sich der Blick auf die konkrete Umsetzung: Was muss geschehen, damit unsere Visionen Wirklichkeit werden? Und wie können wir unsere Ideen so präsentieren, dass sie die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich lenken?

Und dann? Was passierte, als alle Gruppen ihre Vorstellungen von einer Traumstadt Kassel erdacht und in Modelle, Computersimulationen, Fotos, Texte oder Musik verwandelt hatten? Dann hatte man endlich Gelegenheit zu sehen, was den anderen eingefallen war: Am letzten Tag wurden alle Ergebnisse präsentiert. Erstaunlich, was in einer Woche alles entstanden ist!

Das FG hat sich im Laufe der Projektwoche in eine Art Zukunftslabor verwandelt, in dem gebaut wurde, komponiert, fotografiert und technisch verfeinert, in dem Fakten und Hintergründe recherchiert wurden, Filme gedreht und kreative Welten auf dem Computer erstellt wurden und vieles andere mehr.

Eine Gelegenheit zu erfahren, was in den unterschiedlichen Projekten entstand, gab es für Eltern, Geschwister, Freunde und natürlich alle Schüler/innen am Donnerstagnachmittag. In einer Ausstellung war zu sehen, welche Ideen die Gruppen entwickelt haben. Alle Schüler/innen durften darüber abstimmen, welche Präsentation den „Publikumspreis“ erhält. Aus allen Projekten wählte anschließend der Projektwochenausschuss ein Projekt aus, mit dem sich das FG am Schülerwettbewerb der Stadt Kassel bewirbt. Geleitet durch die Frage: Welches Projekt hat die größten Chancen bei der Stadt Kassel? wurde nach sorgfältigem Abwägen entschieden: Das FG wird mit dem Projekt „Niemand wird im Stich gelassen“ am Schülerwettbewerb der Stadt Kassel teilnehmen!

Herr Blando, der die Projektwoche gemeinsam mit Frau Rehborn initiiert hat, stellte lange vor Beginn der Projektwoche in Aussicht, man könne im Rahmen der Zukunftswerkstatt erleben: „Ich bin gut, wir sind besser!“ Diese Erfahrung haben viele tatsächlich gemacht: erstaunlich, was entstehen kann, wenn wir zusammenarbeiten, 10jährige und 16jährige in einem Team. Am Ende der „Siegerehrung“ konnte man erleben, wie sich Sextaner und Oberstufenschüler/innen, die sich eine Woche zuvor noch nicht einmal vom Sehen gekannt hatten, herzlich voneinander verabschiedeten und schöne Ferien wünschten. Eins hat die Projektwoche in jedem Fall erreicht: die Stärkung der Schulgemeinschaft.

Dazu haben all die Schülerinnen und Schüler einen wesentlichen Beitrag geleistet, die eigenständig und verantwortungsbewusst die Leitung eines Projekts übernommen haben. Viele von ihnen wurden im Rahmen der Vollversammlung am 11.10. geehrt.

Dank verdient auch der Projektwochenausschuss mit Herrn Blando, Frau Blumnauer, Herrn Mallm, Herrn Meincke, Frau Rehborn, Herrn Söther und Herrn Steinfadt, die sehr viel Sorgfalt und Mühe in die Vorbereitung und Organisation der Projektwoche gesteckt haben. Es hat sich gelohnt.

Eine ausführlichere Beschreibung einzelner Projekte wird demnächst im Jahrbuch „FG Spiegel“ veröffentlicht.

FRI