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Besinnlich, festlich und heiter: Weihnachtskonzerte im Friedrichsgymnasium

 

Ein musikalischer und auch optischer Hochgenuss waren die diesjährigen Weihnachtskonzerte am 12. und 13. Dezember im Friedrichsgymnasium. Während der einzelnen Konzertbeiträge erstrahlte die Aula, unterstützt durch stimmungsvolle Lichteffekte, in unterschiedlichen Farben, zwischendurch erhielten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer durch Videoeinspielungen (Film und Schnitt: Richard Reichel, Daniel Richter) interessante und heitere Einblicke in die vielfältige Probenwerkstatt. So erschienen die einleitenden Begrüßungsworte des stellvertretenden Schulleiters Bernd Stute nur folgerichtig: „Die Weihnachtskonzerte gehören zum Besten, was das FG zu bieten hat.“

Das Vororchester unter der Leitung von Musiklehrer Daniel Schäfer begrüßte das Publikum mit dem feierlichen Werk „Adeste fideles“, gefolgt von „Ballo Anglese/Saltarello“ (D. G. Mainerio) und dem bekannten englischen Traditional „Scarborough Fair“. Klare Trompetenstimmen und zarte Querflötenklänge traten in einen musikalischen Dialog mit den Streichern, die in ihrer zum Teil recht kurzen Zeit am FG bereits beachtliche Fortschritte zeigten.

Mit samtigen Klängen entführten die Flötenensembles unter der Leitung von Eduard Menzel das Publikum in die Zauberwelt von Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“. In beeindruckendem Pianissimo (an der Bass-Blockflöte: Thomas Schnur) folgte der 1. Satz der Irischen Suite von R. B. Meyer, der im weiteren Verlauf durch melodiös ausgestaltete Klangschichten und interessante Effekte, die wie ein Windhauch wirkten, überzeugte. Temporeich endete der Auftritt der Flötistinnen und Flötisten mit dem 1. Satz aus R. V. Williams „English Folk Song Suite“, wobei insbesondere das rasante und exakte Spiel der Sopranino-Blockflöte (Pauline Patzelt) beeindruckte.

Stimmungsvoll setzte der Vorchor unter der Leitung von Martin Kratzenberg, einfühlsam begleitet von Musiklehrer Andreas Hause (Klavier), das Programm fort: In beeindruckender Sprachdeutlichkeit und mit fein herausgearbeiteten Stimmen präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 und 6 mit den Liedern „Maria“ (M. Hottiger), „Sieh auf deinem Weg“ (B. Coulais/C. Barratier) und „Freude der Welt“ (G. F. Händel) ein Repertoire, dessen sensible musikalische Ausgestaltung die Herzen wärmte.

Effektvoll setzten die zahlreichen Schülerinnen und Schüler des Hauptchors unter der Leitung von Nicole Jukic das Programm mit dem schwungvoll intonierten Song „Text Me Merry Christmas“ (Klavierbegleitung: Andreas Hause) fort. Mit Oliver Gies` konsumkritischen Lied „Weihnachtslieder singen“ führte der Extrachor dem Publikum den alljährlichen Weihnachtsstress vor Augen und Ohren – besonders beeindruckend: Das fein herausgearbeitete Pianissimo des besinnlichen Refrains, der perfekt mit den temporeichen und rhythmisch fein nuancierten Strophen kontrastierte.

Einfühlsam begleitet von fünf Streichern (Johanna Kraechter, Alisa Rudolph, Rebecca Lakkonen, Jonathan Menzel und Lina Marie Nebe), überzeugten im Anschluss die Solistinnen und Solisten (Malu Ponelies/Binta Kreuter und Julian Backes) in der bezaubernd-romantisch dargebotenen Chorversion von „A Million Dreams“ aus dem Film „The Greatest Showman“. Die Abiturientinnen und Abiturienten Adina Ackermann, Binta Kreuter, Malu Ponelies, Julian Backes und Tarik Kernchen begleiteten das Publikum mit dem charmant dargebotenen Evergreen „Smile“ von Charlie Chaplin in die Pause.

Mit Schwung führte die Big Band unter der Leitung von Daniel Schäfer in die zweite Konzerthälfte ein – hier zeigten Martha Seeger und Michael Pietzcker mit Irving Berlins „White Christmas“ echtes solistisches Showtalent und wurden dafür mit großem Applaus belohnt. Stevie Wonders „Sir Duke“ und der bekannte 70er-Jahre-Song YMCA boten mit knackigem Bläsersound viel Platz für Solo-Improvisationen – hier bewies Pauline Patzelt am Tenorsaxofon ihr musikalisches Können.

Klassisch-dramatisch ging es mit dem Mittelstufenorchester (Leitung: Eduard Menzel) und Scott Richards’ Werk „Redemption“ weiter, gefolgt von einem beeindruckenden Medley verschiedenster internationaler Weihnachtsmelodien („Around the world at Christmastime“). Mit abwechslungsreichen Tempo- und Dynamikwechseln nahmen die jungen Musikerinnen und Musiker die Zuhörer mit auf eine stimmungsvolle musikalische Reise, die schließlich vom Hauptorchester (Leitung: Eduard Menzel) mit einem brillant gespielten Concertino für Klarinette und Orchester von Carl Maria von Weber fortgesetzt wurde. Solist Thomas Schnur verblüffte nicht nur mit virtuosen Läufen, sondern überzeugte auch durch sein melodiöses, sangliches Spiel, welches perfekt mit dem Orchesterklang harmonierte.

Erneut dramatisch wurde es mit Tschaikowskys 1812 Ouverture – hier konnten insbesondere Blechbläser und Schlagwerk mit Strahlkraft und Präzision überzeugen.

In dem variantenreichen Arrangement des Traditionals „We wish you a merry Christmas“ von Jerry Brubaker verband das Hauptorchester gekonnt verschiedenste musikalische Stile und Tempi, bevor der Hauptchor mit einem innig gesungenen „Angels’ Carol“ hinzukam und mit seinen wunderbar transparenten Stimmen den Saal erstrahlen ließ.

Das Publikum dankte allen, die zum Gelingen dieses Konzertes beigetragen haben, mit einem herzlichen und verdienten Applaus.

JAK