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„Viel Sonne im Herzen!“ – die Sommerkonzerte im Friedrichsgymnasium

Vom maritimen Hamburg bis ins sonnige Lateinamerika führte die musikalische Sommerreise, auf welche die vielseitigen Ensembles des Friedrichsgymnasiums das begeisterte Publikum an den Abenden des 13. und 14. Juni 2019 mitnahmen. „Viel Sonne im Herzen“ wünschte Schulleiter Dr. Lothar Schöppner dementsprechend auch allen Anwesenden bei der Konzertpremiere – ein Wunsch, der in Erfüllung gehen sollte!

Bereits das Vororchester unter der Leitung von Daniel Schäfer entführte die Zuhörer nach einem fröhlichen Walzer von Franz Schubert und dem nachdenklichen Beatles-Song „Yesterday“ in südliche Gefilde. Beim lateinamerikanischen Lied „Un Poquito Cantas“ kam beschwingte Urlaubsstimmung auf, die vom Mittelstufenorchester (Leitung: Eduard Menzel) mit einem fröhlichen Wechsel von Bläsern und Streichern im populären „Mexican Hat Dance“ fortgesetzt wurde. Pure Lebensfreude versprühte auch die Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“, deren musikalischen Anspruch die jungen Musikerinnen und Musiker mit luftiger Leichtigkeit meisterten.

Mit bekannter Souveränität, zarten Tönen und transparenten Klängen setzten die Flötenensembles strahlende Akzente: Temporeich und mit effektvollen Pausen wurden die Zuhörer mit „The Floral Dance“ akustisch über eine blühende Sommerwiese geführt, um vom Fortgeschrittenen-Ensemble schließlich mit „Seaport Jump“ erneut in maritimem Ambiente empfangen zu werden.

Hier stand bereits der Vorchor (Leitung: Martin Kratzenberg) bereit, um mit Namikas bekanntem Song „Je ne parle pas français“ musikalisch nach Paris aufzubrechen. Vorbei an Nenas „Leuchtturm“ – stimmungsvoll vorgetragen und mit bunten Knicklichtern unterstützt – reisten die Fünft- und Sechstklässlerinnen mit uns an die Waterkant, wo beim fröhlich angestimmten Seemanns-Klassiker „Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise“ frischer Wind aufkam.

Die fein ausgestalteten Stimmen des Hauptchors unter der Leitung von Nicole Jukic geleiteten das Publikum dann mit Carl Thiels „Sommerlied“ durch grüne Sommerwälder, um dort -klanglich nuancenreich – mit Franz Schuberts Hymne „An die Musik“ innezuhalten. Die einfühlsame Klavierbegleitung von Nicole Friesen intensivierte den besonderen Zauber dieser Melodie. Schließlich wurde der musikalische Reisewagen für die Weiterfahrt hergerichtet: Mit bunten Putzlappen, coolen Sonnenbrillen und souligem Groove setzte der Hauptchor zum „Car Wash“ von Norman Whitfield an und leitete so mit jeder Menge Körpereinsatz und Musizierfreude die Pause ein.

Danach setzte die Big Band (Leitung: Daniel Schäfer) mit „The Final Countdown“ die musikalische Sommerreise fort und sorgte mit der Ankündigung der „FG-Sisters“ für Begeisterung: Die vier charmanten Interpretinnen (Binta Kreuter, Malu Ponelies, Elena Altpeter und Emma Dulog) bewiesen ihr großes gesangliches Potenzial und brauchten den Vergleich mit den legendären Swing-Stars „The Andrews Sisters“ nicht zu scheuen. Mit sattem Bläsersound, stimmiger Percussion und souverän gespielten Solopassagen zeigten die einzelnen Bandmitglieder schließlich in Michael Bublés Version von „Feeling Good“ ihr beachtliches Können.

Der Extrachor (Leitung: Nicole Jukic) setzte den Weg mit einer erfrischenden Variante des bekannten Sommerliedes „Geh aus, mein Herz“ von Max Bruch fort. Ein spannungsvolles Pizzicato (Cello: Paul Hintze), begleitet von effektvollen Schlagzeug-Rhythmen (Markus Blumenstein), leitete die Pop-Ballade „Say Something“ ein. Der weiche, harmonische Klang der Mädchen- und Jungenstimmen verwandelte sich im Anschluss-Song „Faith“ in einen rhythmisch akzentuierten, dynamischen Soul-Sound, dessen Energie sich unmittelbar auf das Publikum übertrug.

Die vier letzten Stationen der musikalischen Reise übernahm das Hauptorchester unter der Leitung von Eduard Menzel. Solistin Julia Seiß erzeugte mit dem schwungvoll-melodiös vorgetragenen Hornkonzert von W. A. Mozart die Aufbruchsstimmung eines klaren Sommermorgens, im Anschluss gekonnt ergänzt durch den dynamisch ausgefeilten Vortrag der beiden Tschaikowsky-Stücke „Mai“ und „Juni“ aus „Die Jahreszeiten“. Prachtvolle Blechbläserklänge stimmten mit einer Orchesterfassung der bekannten Klavier-Polonaise von Frédéric Chopin auf das sommerlich-heitere Finale des Abends ein: Die mit tänzerischer Eleganz intonierte Ouvertüre zu Gioachino Rossinis Oper „Die diebische Elster“ entließ die begeisterten Zuhörer im Walzertakt in den Sommer.

Natürlich sind solch wunderbare Reisen auch immer mit Abschieden verbunden – und so dankte Musiklehrer Eduard Menzel den ausscheidenden Abiturientinnen und Abiturienten von Chor und Orchester schließlich mit einem sommerlichen Blumengruß, begleitet vom herzlichen Applaus des Publikums und mit „viel Sonne im Herzen“! 

(JAK)