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Happy Birthday to Jew – Aufführung des DS-Kurses

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Am 20. und 21. April wurden die Zuschauer des Stücks „Happy Birthday to Jew“ sehr herzlich begrüßt: einerseits von freundlichen Jugendlichen, die Karten, Kuchen, Sekt und Säfte anboten, und andererseits von den liebevoll geschmückten Räumen des Dock 4. Überall fand man am Mittwoch- und Donnerstagabend Girlanden und Luftballons, wie es bei einem Kindergeburtstag eben so üblich ist – „Happy birthday to Jew“. Ähnlich war auch die Atmosphäre, während die Eltern, Lehrer, Freunde und Bekannte gespannt warteten, bis die Schüler und Schülerinnen des Darstellenden Spielkurses des Friedrichsgymnasiums die Türen öffneten, um ihr Stück zu präsentieren.

Auch die Schüler/innen selbst waren sehr aufgeregt, schließlich wusste keiner von ihnen, ob sich die monatelange Arbeit an ihrem Drehbuch auszahlen würde. Dann endlich war es soweit und die Schüler führten das Publikum unter der Leitung von Frau Dr. Friedrichs in die Welt des Judentums. Dieses Thema behandelten sie mit Respekt und Ernsthaftigkeit, aber auch mit viel Humor und jugendlichen, neuen Ideen. Unterstützt wurden sie dabei sowohl vom Theaterpädagogen Thomas Hof als auch von Elena Padva, Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben.

Das Stück handelt von Mischa (gespielt von Alexander Fabrizius), der an seinem Geburtstag erfährt, dass er ein Jude ist, und der in seinen Geschenken daraufhin Gegenstände findet, die in den folgenden Szenen erklärt werden. Zuerst bekommt er eine Kippa, die gemeinerweise in einer Fake-iPhone-Verpackung überreicht wird. Zunächst weiß er mit dieser Kippa nichts anzufangen. Nun soll Mischa erklärt werden, was es eigentlich bedeutet, ein Jude zu sein. Dabei muss er sich durch ein Gespräch mit einem Experten für koscheres Essen, eine Kochshow, Gespräche mit dem Rabbi über seine künftige Lebensgefährtin und einem schwulen, judenfeindlichen Regisseur kämpfen. Zwei Philosemiten, die beklagen, dass es auf Veranstaltungen dieser Art im Publikum viel zu wenig Juden gebe, rät Mischa: „Wie wär’s mit einer Selbsthilfegruppe?“

Von Livemusik und viel Witz begleitet weiß Mischa zwar irgendwann ungefähr, was es bedeutet, ein Jude zu sein, doch lässt das Stück seinen zukünftigen Weg offen. Einige Szene des Stückes sind angelehnt an das Buch „Lieber Mischa“ von Lena Gorelik. Am Ende tobte das Publikum und mehrere verrieten, dass sie nichts dagegen gehabt hätten, wenn das Stück noch weitergegangen wäre.

Carla von Canstein, Jahrgangsstufe Q2

 
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