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FG –Schüler unter den Preisträgern des bundesweiten historischen Jugendwettbewerbs zum Umbruch seit 1989 der Stiftung Deutsche Aufarbeitung

 

Als einziges Gewinnerprojekt aus Hessen kann sich einer unsere Beiträge unter 180 Beiträgen behaupten.
Beim bundesweiten Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ hat die Jury 35 Beiträge für preiswürdig befunden. Insgesamt 180 Einreichungen aus 14 Bundesländern waren zuvor eingegangen und ca. 1300 Schülerinnen und Schüler haben sich an diesem Wettbewerb beteiligt.
Das Projekt der glücklichen Preisträger Dennis Schulze (nicht im Bild!), Moritz Lesser und Sepehr Akhundzada asu der Klasse 10a unter dem Titel „Geteilte Einheit?“ beschäftigte sich mit der Frage, wie es 30 Jahre danach mit der deutschen Einheit aussieht? Ist das Zusammenwachsen von Ost und West geglückt oder gibt es noch immer große Unterschiede? Ausgehend vom „Platz der Deutschen Einheit“ in Kassel und ihrem eigenen, unvollständigem Wissenstand zu diesem Themenfeld nähern sich die Jugendlichen einer aktuellen Einordnung dieser Frage. So führten sie einerseits eine Online-Umfrage durch, befragten Mitschüler zum Thema und besuchten das Grenzmuseum Schifflersgrund an der thüringisch-hessischen Grenze. Zum anderen führten sie vier Zeitzeugeninterviews, unter anderem mit dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Kassel – Hans Eichel.
Die Jury war überzeugt und meinte : „Der entstandene 20-minütige Film zeugt von einem sehr hohem Arbeitsaufwand und einer sorgfältigen Planung. Die Jugendlichen reflektieren den Nutzen der Arbeit für sich selbst und resümieren, dass es enorm wichtig ist, aus der Geschichte Lehren für die Gegenwart zu ziehen. Die Abgrenzung in Form einer Mauer, so die Jugendlichen, „kann niemals eine Lösung sein“.
Aus Hessen haben sich insgesamt 17 Projekte am Wettbewerb beteiligt, davon alleine drei Projektgruppen unserer Klassen 10, die allesamt sehr engagierte und sehr qualifizierte Projektergebnisse eingereicht haben. Johanna Rüger und Kerstin Rohwer aus der Klasse 10a beschäftigten sich mit dem Frauenbild in Ost und West und betrieben hierfür aufwendige Literaturrecherche und führten Zeitzeugeninterviews in ihrem privaten Umfeld. Amra Danz, Mina Parvaresh und Paul Göckenjan beschäftigen sich mit dem Phänomen der Ostalgie und suchten heirfür unter anderem die Kombinatsgaststätte in der Marbachshöhe zu Recherchezwecken auf.

Damit haben alle Gruppen neben Eigenständigkeit, Organisationstalent, historischer Quellenarbeit und detektivischem Spürsinn vor allem Mut, Kreativität und Durchhaltevermögen bewiesen. Hierfür möchte ich großen Respekt, Dank und Anerkennung an alle Beteiligten aussprechen.
Zur Frage, wie sich der Umbruch seit dem Ende der deutschen Teilung auf ihre Region ausgewirkt hat, haben die Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 19 Jahren eigene Filme, Podcasts, Textbeiträge und Spiele entwickelt. Die siebenköpfige Jury aus Wissenschaft, Bildung, Medien und Politik hat sich die Auswahl nicht leichtgemacht: „Es war beeindruckend, wie viel Kreativität in die Beiträge eingeflossen ist, die durchweg eine hohe Qualität haben“, sagte Jurymitglied und Comiczeichner Mawil.
Die genauen Platzierungen werden auf der Preisverleihung am 23. Juni 2020 verkündet, die durch die geltenden Einschränkungen als Online-Veranstaltung stattfinden wird. Es winken Preisgelder von jeweils 3.000 Euro bis 500 Euro. Alle 35 ausgewählten Gruppenarbeiten sind ab sofort unter https://umbruchszeiten.de/projekte zu finden.
Ausgelobt wurde der Wettbewerb aus Anlass von 30 Jahren deutsche Einheit von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. Jugendliche waren aufgerufen, ihre Geschichtsprojekte rund um die Transformationszeit seit 1989/90 einzureichen. Der Wettbewerb fördert die Auseinandersetzung der jungen Zielgruppe mit der Zeitgeschichte, die im regulären Schulunterricht häufig noch zu kurz kommt.
Wir drücken alle die Daumen für einen der Hauptpreise und beglückwünschen die Preisträger im Namen der Schulgemeinde herzlich!!
Wir hoffen auch für die nächsten Jahre auf weitere mutige und engagierte Detektive der Vergangenheit, die im Rahmen einer Geschichtswerkstatt Projekte und Wettbewerbsbeiträge an unserer Schule gemeinsam mit Fachtutoren erarbeiten. Es lohnt sich!
MAL