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Exkursion der Klassen 9 zur Gedenkstätte Breitenau Guxhagen

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Am Dienstag, den 03. März 2015 besuchten zwei neunte Klassen des Friedrichsgymnasiums die Gedenkstätte Breitenau Guxhagen, die in der früheren Zehntscheune untergebracht ist, auf dem Gelände des ehemaligen Benediktinerklosters Breitenau.

Durch einen Kurzfilm wurden wir zuerst über die Zeit der heutigen Gedenkstätte als Kloster vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, als Kornspeicher sowie als Pferdestall und als Arbeitslager und Altenheim ab 1874 bis 1949 informiert. Zwischenzeitlich wurde das Arbeitslager auch als sogenanntes „Frühes Konzentrationslager“ für politische Gefangene zwischen 1933 und 1934 genutzt. Von 1952 bis 1973 verwendete man das ehemalige Arbeitslager als Heim für „schwererziehbare Mädchen“. Es folgte eine offene psychiatrische Einrichtung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, die bis heute besteht.

Nach diesem Kurzfilm führte uns Herr Mallm als abgeordnete Lehrkraft der Gedenkstätte über das Gelände. Wir erhielten Einblicke in die Kirche, welche in zwei Teile unterteilt ist. Einer dieser beiden Teile wird auch noch heute als evangelische Kirche genutzt, während hingegen der andere Teil im ehemaligen Klostergebäude für Isolierzellen und Dusch- und Waschräume in der Zeit des Konzentrationslagers und des Arbeitslagers genutzt wurde.

Nach der Führung durch die Örtlichkeiten konnten wir in der Zehntscheune in Dokumenten nach ehemaligen Gefangenen des Konzentrationslagers und des Arbeitserziehungslagers, deren Herkunftsland, ihrer Aufenthaltslänge und dem Grund für die Inhaftierung recherchieren.

Abschließend geleitete uns Herr Mallm durch die dauerhafte Ausstellung der Gedenkstätte, bevor wir den Rücktritt nach Kassel antraten.

Diese Exkursion hat meiner Meinung nach allen Schülerinnen und Schülern aufgezeigt, wie wichtig es ist, sich an die Opfer insbesondere des Nationalsozialismus, aber auch anderer Zeiten zu erinnern, in denen Menschen basierend auf unzureichenden Gründen inhaftiert und zur Arbeit gezwungen wurden.

Raphael Weiß, 9b