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Drei Geschwister, ein Hobby – Sophia, Julia und Johan Klee spielen von klein auf erfolgreich Tischtennis beim TSV Heiligenrode

Geschwister KleeAls Sophia Klee vor sechs Jahren anfing, sich für Tischtennis zu interessieren, stand ihr Trainer Manfred Moll vor einem Problem: Mit gerade einmal vier Jahren war Sophia zu klein, um über den Tisch schauen zu können. Da kam dem Jugendtrainer des TSV Heiligenrode eine Idee: Kurzerhand legte er die Platte um einige Zentimeter tiefer, indem er die Tischbeine miteiner Säge bearbeitete.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Heute spielt das Nachwuchstalent im Mini-Kader des Deutschen Tischtennis Bundes. Zudem führt sie in ihrem Jahrgang (2003) die bundesweite Joola-Rangliste an, in der die besten Turnierspieler verzeichnet sind.

Die heute zehn Jahre alte Sophia ist nicht die einzige erfolgreiche Tischtennisspielerin der Familie Klee. Ihre beiden Geschwister Julia (15) und Johan (14) spielen ebenfalls seit mehreren Jahren siegreich beim TSV Heiligenrode. Ihre Schwester Julia gewann 2011 die Hessische Meisterschaft in der Kategorie Schüler, ihr Bruder Johan erspielte sich 2009 den Triumph bei den Hessischen Meisterschaften in Bad Arolsen.

Auch Julia und Johan sind über Manfred Moll zum Tischtennis gekommen, erinnert sich Vater Jürgen Klee: „Wir haben 2003 in Heiligenrode gebaut. Manfred Moll kam zufällig während eines Spaziergangs vorbei und hat die Kinder einfach angesprochen, ob sie Lust hätten, beim Training vorbeizuschauen.“

Seitdem opfern die Klee-Geschwister den größten Teil ihrer Freizeit für ihren Lieblingssport. Statt Fernsehen und Computerspielen stehen bei ihnen Serienspiele, Ranglistenturniere und Meisterschaften an den Wochenenden auf dem Programm, dazu kommen zahlreiche Trainingseinheiten. Sophia übt fünfmal pro Woche, Johan dreimal, Julia zweimal.

Von Stress ist den Klee-Geschwistern jedoch nichts anzumerken – im Gegenteil. „Mir macht das Spielen einfach Spaß“, schwärmt Sophia. Ihr Traum ist es, einmal bei Olympia anzutreten. Besonders das Training mit der in Niestetal lebenden Bundesligaspielerin Yang Henrich habe sie in ihrer Leidenschaft nochmal bestärkt, erzählt Sophia, die wie ihre beiden Geschwister das Friedrichsgymnasium in Kassel besucht.

Schule und Sport lassen sich für die Familie gut vereinbaren. „Die Schulleitung unterstützt die Kinder, etwa wenn Sophia fünfmal pro Jahr an Lehrgängen des Bundeskaders teilnimmt und deshalb nicht am Unterricht teilnehmen kann“, so Jürgen Klee.

Aber auch Julia ist wegen ihres Sports häufig auf Achse. Nach ihrem Sieg bei der Hessischen Meisterschaft qualifizierte sie sich schließlich noch mit ihren Mannschaftskolleginnen für die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. In der Verbandsliga der Damen spielt sie momentan im vorderen Paarkreuz des TSV Heiligenrode.

Eine tischtennisfreie Zeit legen die Klees höchstens mal in den Sommerferien ein. Seit vielen Jahren verbringt die Familie ihren Urlaub in der Ostsee-Gemeinde Dahme. Statt zum Tischtennis geht es dann eher zum Karussellfahren in den Hansapark oder auch zum Einkaufsbummel nach Hamburg.

Von Daniel Göbel, HNA

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