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Der 31. Kammermusikabend – Top oder Flop?

Am 2. Mai wurde im FG der 31. Kammermusikabend seit Wiederaufnahme dieser Konzertreihe im Jahr 2005 veranstaltet.
Im Rahmen der jährlichen gegenseitigen Besuche waren als besondere Gäste Schüler der Diltheyschule aus Wiesbaden – ebenfalls einem altsprachlichen Gymnasium mit Schwerpunkt Musik – angekündigt.
Diese jedoch mussten wegen kurzfristig anberaumter Zusatzproben für die Schulkonzerte der Schule am 30. April komplett absagen, so dass sich die diesjährige Zusammenarbeit zu einem großen Flop zu entwickeln drohte, da mit der Absage natürlich auch große Teile des vorgesehenen Programms wegfielen.
Zum Glück haben wir am FG bei solchen „Notfällen“ stets Schülerinnen und Schüler, die kurzfristig bereit sind, mit ihren musikalischen Qualitäten zu hilfe zu eilen.
Allen voran die Abiturientinnen Katrin Enkemeier, Hannah Gabor und Louisa Woodfull-Harris, die die kammermusikalischen Aktivitäten der Schule seit 2005 regelmäßig mit hohem Engagement mitgeprägt haben, füllten die Lücken durch ihren letzten „offiziellen“ Kammermusikauftritt vor dem Abschluss des Abiturs.
Der scheidende Musik-Leistungskurs verabschiedete sich ebenfalls mit einer kleinen Präsentation des inzwischen wohlbekannten Becher-Raps und dem dreistimmigen „Heaven is a wonderful world“, bei dem das gesamte Auditorium zum Mitsingen eingeladen war.
Natürlich gab es auch vorab geplante Beiträge von Kasseler Schülern.
Beim ersten größeren Auftritt der Streicherklasse 5, die in Zusammenarbeit mit der Musikschule Kassel betreut wird, wurde deutlich, dass auch bereits nach einem halben Lernjahr den Streichinstrumenten durchaus wohlklingende Töne entlockt werden können. Auch Matthias Ehmer befindet sich mit seinem Instrument Posaune noch im ersten Lernjahr und überraschte durch Treffsicherheit der Töne und schönen Klang. Ebenso wie ihn begleitete der nimmermüde Seraphim Schirrmacher auch Paula Kaiser, die durch ein virtuoses Blockflötenkonzert die Frage anstieß, ob man in einem Atemzug wohl mehr als 128 Töne spielen kann. Durch zwei wohl vorbereiteten Duobeiträge durch Dörtje Hellermann und ihre Lehrerin Frau Osina (Geige) sowie die schon mehrfach aufgetretenen Gitarristen Moritz Jäkle und Robert Viotto (EB) wurde der kammermusikalische Aspekt des Abends nochmals verdeutlicht. Als Garant altersgemäß guter Klaviermusik zeigte sich einmal mehr Indra Rameil, die trotz ihres noch jungen Alters (Jahrgangsstufe 6) in treuer Regelmäßigkeit an den Kammermusikabenden teilnimmt. Deutlich weiterentwickelt präsentierte sich gegen Ende des Programms auch Nikolas Betzl, der mit einem Werk Rachmaninows die Tür zur großen Klavierliteratur aufgestoßen hat.
So wurde aus dem „Flop“ der Wiesbadener Absage doch eher ein „Top“ Kasseler Spielfreude und der Abend entwickelte sich zu einem abwechslungsreichen und kurzweiligen Kammermusikevent.
MEZ