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Das FG öffnet die Türen oder: Wir träumen eine Schule

So hat eine Redakteurin unserer Schülerzeitung Quintessenz den „Tag der offenen Tür“ erlebt:

Tag der offenen Tür klein
Nach einem eindrucksreichen „Tag der offenen Tür“ ziehen wir nun Bilanz! Seien es ein zum Erstaunen bringender erster Lateinschnupperunterricht, der die mysteriösen Zaubersprüche von Harry Potter lüftete, körperliche Herausforderungen in der Sporthalle und auf dem Ruder-Ergometer oder mathematische Knobelaufgaben: Wir erlebten eine regelrechte Schulrundreise.

Diese Gelegenheit haben wir als Schülerzeitung genutzt, um einen ersten Eindruck von unseren möglichen neuen Schülern und ihren Vorstellungen oder Wünschen zu bekommen. Was wäre dafür besser geeignet, als eine Traumschulordnung zu recherchieren? So viel sei schon jetzt verraten: Die Ergebnisse sind nicht nur ganz ernsthaft oder witzig, sondern entspringen manchmal auch der kühnsten Fantasie.

Wir haben die angehenden Sextaner gefragt, was für sie die allerwichtigste Schulregel oder das größte Verbot wäre und ein absoluter Großteil von immerhin 100 Befragten hat hier deutlich gemacht, dass es am wichtigsten sei, sich nicht gegenseitig zu verprügeln, fair miteinander umzugehen und sich nicht zu beschimpfen oder zu hänseln. Hier lautete die sehr bedachte Antwort einer Neunjährigen: „Dass niemand alleine ist“, sei die allerwichtigste Schulregel. Nicht zu verachten sind natürlich auch die Hinweise, sich an Regeln halten zu müssen oder nette Lehrer zu haben. Klar, dass das auch wichtig ist!

Ein absoluter Renner für das größte Verbot war außerdem übrigens das Aufgeben von Hausaufgaben. Wir können euch an dieser Stelle schon sagen: Es gab immer Hausaufgaben, es gibt sie und es wird sie geben. Hier wird wohl deutlich, dass wir unsere Schulordnung manchmal nur träumen. Immerhin ein Kühner von den Befragten wollte den Matheunterricht abschaffen, was bei uns auf größtes Verständnis stößt. Umso erstaunter waren wir, als die Auswertung ergab, dass immerhin über ein Viertel am häufigsten in der Woche gern Matheunterricht hätte. Das lässt sich einrichten … Neben Mathe waren es vor allem Sport und Kunst, die die Herzen höher schlagen ließen.

Immerhin zwei wünschten sich Chemie als das Fach der Woche. Als dann auch noch die Idee kam, dass man Chemie ja schon ab der fünften Klasse unterrichten könne, konnten wir nur noch vermuten: Hier war schon jemand bei der Fachvorstellung in der Chemie gewesen! Feuer, wechselnde Farben, Röhrchen über den Bunsenbrenner halten …  An dieser Stelle weisen wir auf komplizierte chemische Formeln hin, die einen zum Verzweifeln bringen können.

Was fällt noch unter die Wünsche der Viertklässler? Fast durchgängig wird eine Klassengröße von 20 SchülerInnen gewünscht, bitte viele Schulausflüge, lange Pausen, saubere Toiletten, kein Rauchen und bitte auch kein Klauen, eine Wünschebox (gibt’s …), viele Pausensportgeräte, bunte Klassenzimmer, eine Spielstunde, stets geöffnete Büchereien, eine Fußball-AG (haben wir), möglichst auch ein ganzes Fußballfeld, ein Schwimmbad – falls Platz bitte mit Rutsche –, eine Schlittschuhbahn und last but not least auch bitteschön keinen langweiligen Unterricht! Immerhin einen Teil davon können wir bieten.

Nachdem wir einen kleinen Einblick in die Traumschule der Sextaner gegeben haben, möchten wir mit besonders inspirierenden Antworten schließen:

So der Wunsch eines zehnjährigen Schülers nach Kochunterricht. Außerdem ein kleiner Ponyhof mit Heidi und Holly. Spaß am Lernen als allerwichtigste Schulregel. „Die Lehrer sollen auch auf Schlechtere in der Klasse gucken, nicht nur auf Gute.“ Und eine Idee, die immerhin eine bildliche Vorstellung wert ist: Rutschen vom Fenster in den Pausenhof.

Carla von Canstein, 9d

Der Artikel wurde auf der Internetseite der Quintessenz veröffentlicht.

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