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Besuch in der Kommunität in Imshausen

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Am Dienstag, dem 19.05., waren Schüler des Religionskurses des Abiturjahrgangs mit Frau Römer und Pastor Uwe Jakubczyk in Imshausen bei Bebra, um die Kommunität, die seit 1957 auf dem Tannenhof lebt, kennenzulernen.

Der Tag begann um neun Uhr mit einer Morgenandacht in der Jonah-Kapelle, bei der alle ihre persönlichen Gebetsanliegen formulierten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden wir für die Waldarbeit eingeteilt. Vorher zeigte uns Bruder Ingo das Gelände und führte uns zum Gedenkkreuz für den Widerstandskämpfer Adam von Trott, der aus Imshausen stammte. Er war Mitglied des Kreisauer Kreises und wurde nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 verhaftet und hingerichtet. Bei diesem Spaziergang kamen wir über die Zielsetzungen der Gemeinschaft ins Gespräch und wir erfuhren, wie Bruder Ingo vor neun Jahren seinen Weg in die Kommunität gefunden hat.

Mit Arbeitskleidung ausgestattet fuhren wir mit dem Trecker in den Wald, um Holz, das die Kommunität zum Heizen und Kochen verwendet, auf einen Anhänger zu laden. Bruder Ingo begleitete uns zusammen mit Christian, einem langjährigen Freund, der die Gemeinschaft ehrenamtlich unterstützt. Die abenteuerliche Fahrt durch den Wald und die körperliche Arbeit haben viel Freude gemacht und hätten auch gern noch länger dauern können, aber um zwölf Uhr läutete die Glocke zum Mittagessen, bei dem wir alle gemeinsam an einem großen Tisch saßen.

Die Kommunität besteht zurzeit aus sechs Frauen und fünf Männern. Sie verleihen ihrem Glauben Ausdruck, indem sie miteinander im Einklang mit der Schöpfung leben, gemeinsam beten und arbeiten. Der Tannenhof ist ein Ort der Gastfreundschaft, der Stille und der Einkehr. Die Brüder und Schwestern pflegen einen einfachen Lebensstil und stellen sich den aktuellen Fragen der Zeit. Das konnten wir bei dieser Begegnung und bei einem anschließenden Gespräch mit Schwester Angelika und Bruder Peter erfahren. Hierbei konnten wir auch ein paar persönliche Fragen über das Leben in der Kommunität stellen. So erzählten sie uns, dass sie sich zur Zeit ausführlich mit der Flüchtlingsproblematik auseinandersetzen und auch schon einzelnen Familien Zuflucht geboten haben.

Besonders beeindruckt hat uns die Offenheit, mit der uns die Gemeinschaft begegnete und wie selbstverständlich der Glaube den Alltag prägt. Für uns ein schönes Beispiel dafür, wie es ist, wenn man ganz im Dasein angekommen ist.

ROC

 
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